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E-Postscan“service“ – Ein ernüchternder Test

Im Zeitalter der voranschreitenden Digitalisierung, wird es immer angenehmer seine Briefe von überall auf der Welt aus zu lesen und zu empfangen. Nun bin ich nicht gerade ein Nomade und viel auf Reisen. Meine Wurzeln und meine Familie sind hier in Deutschland beheimatet, aber das Thema fand ich doch sehr spannend.

So habe ich mich im August 2015 für einen Test des ePost Scanservices kurz E-POSTSCAN entschieden. Eine @epost.de Adresse hatte ich bereits zum Start im Jahr 2010 des „rechtsicheren ePost-Briefes“, aber das war es auch schon. Denn einen wirklichen nutzen hatte diese @epost.de „eMail“-adresse nicht wirklich für mich.

Hinweis: Falls Du keine ePost-Adresse hast, musst Du Dich dafür vorher anmelden und bei einer Filiale via PostIdent Verfahren auch verifizieren. Also ist ein „schneller Test“ nicht möglich ohne gewisse Vorlaufzeit.

 

Worum geht es bei diesem E-POSTSCAN eigentlich ?

Die Deutsche Post empfängt Deine Briefe, öffnet und speichert diese digital für Dich ab. Den Zeitraum dafür kannst Du frei wählen.

 

Preise und Laufzeit für E-POSTSCAN

Unbefristete Beauftragung:
Berechnet werden 14,99 EUR ab dem ersten vollen Monat. Mindestlaufzeit 1 Monat, Kündigungsfrist 7 Tage zum Monatsende.

Befristete Beauftragung:
Berechnet werden 14,99 EUR. Mindestlaufzeit 7 Tage, maximal 1 Monat.

Weitere Informationen findest Du hier: http://www.epost.de/privatkunden/epostscan.html

 

Vorbereitung:

Wie bereits oben erwähnt besitze ich eine @epost.de Adresse und konnte so recht unkompliziert direkt über die Website unter www.epost.de den Service buchen.

Ich habe mich testweise für einen befristeten Auftrag am 14.07.15 für 14,99 € für den Monat August mit automatischem Ende zum 31.08.2015 entschieden.

ePost Travel

Witzigerweise musste ich trotz hinterlegtem Paypal-Konto sowie PostPay Konto (ich kaufe öfters in der eFiliale ein) wirklich noch von Hand überweisen. Denn der „Hier direkt bezahlen“ Button in der Auftragsbestätigung führte nur ins digitale Nirvana. Denke das war einfach ein technischer Fehler.

Der komplette Prozess von der Auftragskontrolle, Bezahlung und Bestätigung erfolgte übriges ausschließlich auf der Website unter www.ePost.de (Ihr gebt ja auch keine andere eMail-Adresse bei der Buchung an, also wartet nicht auf eine eMail der Post in Eurem sonst genutzten eMailpostfach)

Da Ihr den Service direkt bei der Deutschen Post bucht, benötigt ihr übrigens KEINEN separaten Nachsendeauftrag.

 

Web oder App ?

Um Eure Briefe digitalisiert zu empfangen, könnt Ihr entweder über die Website auf www.epost.de gehen oder Ihr nutzt die passende App für Euer Smartphone:

 

Es geht los… oder doch etwa nicht ?

Das dachte ich jedenfalls, denn am 01.08.2015 kamen morgens schon 2 Briefe bei mir zu Hause an. Diese sollten ja ursprünglich vom ePost-Scanservice abgefangen werden. Das fand ich zu erst nicht so schlimm, bei einem normalen Nachsendeauftrag gehen ja auch immer wieder Briefe durch. Aber wenn ich ein digitaler „Voll“-Nomade wäre, dann hätte ich keinen Zugriff auf diese Briefe. Insgesamt kamen aber 6 Briefe „durch“, was mir doch als recht hohe Fehlerquote erscheint.

 

Piep…Piep… Sie haben ePost

Am 14.08.15 bekam ich morgens eine SMS und eine Push-Nachricht, das mein erster digitalisierter Brief verarbeitet wurde. Nun könnte man sich vielleicht „wundern“, das genau 1 Monat nach Auftragserteilung der erste eingescannte Brief ankam. Weil ich ja am 14.07.15 den Auftrag erteilt habe, der ursprünglich am 01.08.15 gestartet ist.

Nun ja, ich habe ja keinen Einfluss darauf wann ein Brief eintrifft :)

 

Die Webansicht

Hier ein Paar Eindrücke wie Eure Post nach der Verarbeitung aussieht:

epost Offener Brief

 

Es werden auch die Umschläge geöffnet und eingescannt.

ePost Umschlag

 

Ihr erhaltet sogar eine Sendungsliste, für Briefe die nicht verarbeitet werden konnten. Wie z.B. eine Warensendung oder ein Katalog.

ePost Sendungsliste

 

Verarbeitung:

Leider könnt Ihr der Deutschen Post nicht wie z.B. bei der Konkurrenz www.dropscan.de mitteilen, welcher Brief geöffnet werden darf und welcher nicht. Das finde ich persönlich sehr schade, denn Werbebriefe erkennt man sehr gut am Umschlag sowie an der Marke „Infopost“. Diese würde ich direkt vernichten lassen. Also wird jeder Brief geöffnet und nach dem Postgeheimnis sowie den Datenschutzbestimmungen (diese könnt ihr hier www.epost.de nachlesen) verarbeitet.

Allerdings erfüllt die Post bei der Verarbeitung den PDF/A-Standard.

Weitere Informationen dazu findet Ihr auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/PDF/A

ePost PDFA

 

Testende:

Natürlich behält die Deutsche Post Eure physischen Briefe nicht, diese erhaltet Ihr entweder alle 14 Tage oder am Ende des jeweiligen Monates zurück. So erhielt ich meine Briefe am 02.09.15 mit einem Standardanschreiben zurück.

Ein Postmitarbeiter hat sich sogar die Mühe gemacht, die Briefumschläge wieder zu „verkleben“. Diese hätten für mich auch im Müll landen können, schließlich zählt der Inhalt. Sicherlich gibt es aber auch Sammler von Briefumschlägen und die würden dann auf die Barrikaden gehen :)

ePost Ruecklauf

 

Mein „ernüchterndes“ Fazit:

Allgemeiner Service

An diesen ePost-Scanservice Test ging ich mit dem Gedanken heran, das die Deutsche Post ein Weltkonzern ist und dementsprechend auch zuverlässigen Service bietet.

Bis auf die Zeit vom 01.08 bis zum 14.08 hat die Post aber mal so gar keinen Service gezeigt, denn insgesamt 6 Briefe wurden schlicht nicht vom ePost-Scanservice abgefangen und bearbeitet, sondern ganz normal zugestellt.

Das mag jetzt natürlich ein Einzelfall sein, aber ich habe nur Leistung für knapp einen halben Monat erhalten, jedoch einen ganzen bezahlt. Das ist jetzt bei einmalig 14,99 € kein großer Verlust, aber rechnet euch das mal auf 6 oder 12 Monate hoch (inkl. durchrutschender Briefe die an Eure Adresse zugestellt werden).

Die „digitale Zustellung“

Die Zustellung der verarbeiteten Briefe über das ePost-System im Web bzw. wahlweise per App ist subjektiv betrachtet ganz OK. Die Oberfläche an sich finde ich nicht gerade besonders Benutzerfreundlich, aber ich denke das ist kaum eine Website der Deutschen Post.

Eine zweite Chance…

Nein definitiv werde ich den ePost-Scanservice nicht nochmal nutzen. Auch wenn ich ggf. ein Einzelfall darstelle, weil ich einen halben Monat physische Briefe anstatt digitalisierte erhalten habe, hat der Service mich persönlich jedenfalls nicht überzeugt.

Alternative

Zum Glück gibt es eine Alternative auch aus Deutschland. Diese schaue ich mir ab dem 01.10.2015 an und werde Euch natürlich berichten :)

Weitere Informationen unter www.dropscan.de

dropscan

 

Du bist dran

Nutzt Du gerade den ePost-Scanservice oder die Alternative Dropscan.de ? Wenn ja dann freue mich über deine Erfahrung in einem netten Kommentar. Vielen Dank !

Usability
Zuverlässigkeit
Einrichtung
Nachbearbeitung

Summary:

2.8

Nicht zu empfehlen

User Rating: 4.8 (1 votes)
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  • Ich wollte es versuchen. Aber 7 Tage vorlaufzeit sind schon zu viel in der modernen Welt, wenn man wirklich unerwartet ein paar Tage weg ist. Aber selbst mit dieser Vorlaufzeit endete der Bestellvorgang in einer Fehlermeldung. Erneuter Versuch? Gleiches Ergebnis. So wird das ganz bestimmt nichts…

  • Hallo Bachsau, ja die Post setzt nicht viel auf diesen Service. Es ist scheinbar nur ein Nebenprodukt womit nicht genügend erwirtschaftet wird respkt. es sich nicht lohnt weiter auszubauen.

    Habe So ein bisschen das Gefühl, das die Post schnell was dahin „gemacht“ hat damit Sie zumindest ein Produkt haben denn gute Konkurrenz gibt es ja bereits. ich bin bei Dropscan.de :)

    • Dropscan kann aber keine Post an meine Hausadresse kurzfristig abfangen. ;)

      • Da stimmt, das kann nur der Nachsendeauftrag oder Freunde / Verwandte :) Geht es dir denn nur um die Digitalisierung und Ansicht wo immer Du auch gerade bist. oder nur Um das eigentlich eAbfangen wiel Du nicht da bist ?

  • Thomas Ba

    Funktioniert bei mir auch nicht zuverlässig, Stand 04/2016..viele Briefe kommen direkt an und nicht per Postscan im Epostfach..

    • Hey Thomas,

      ja das ist scheinbar nur ein kleiner Nebenzweig für die Post. Was ja auch völlig OK ist. Nur dann sollte Mann trotzdem gewissen Service offerieren, ich bin mittlerweile Glücklicher Dropscan Kunde

  • Heinz

    Kostet nun sogar 24,99 monatlich, (viel) besser geworden aber nicht.
    Die SMS-Info., dass man Post hat weckt einen zB um 3:43 Uhr (!), wenn sie überhaupt kommt
    Eine Postzustellungsurkunde kommt zB auch nach Hause, ohne dass man -wie geworben wird, etwa bei Einschreiben- darüber benachrichtigt wird. Zum Glück war es bei mir eine positive Nachricht, bei anderer (und längerer Abwesenheit) könnte das ja aber verheerende Folgen haben usw. Fazit also auch hier: Gute Idee aber mies und teuer umgesetzt!

  • Klaus Mittendorf

    Fand ich vor ein paar Tagen in meinem E-Post Postfach. Was haltet ihr davon?
    Kapitulation der Post oder sollten die vielleicht doch mal mehr Zusteller einstellen?

    Sehr geehrter XXX,

    vielen Dank für Ihre Nachricht.

    Sie teilen uns mit, dass Ihnen erneut Briefe direkt an Ihre Hausanschrift zugestellt wurden.

    Wir bedauern sehr, dass unser Service E-POST SCAN in Ihrem Fall nicht so funktioniert, wie Sie und wir uns das

    wünschen. Trotz intensiver Bemühungen unsererseits, kommt es leider immer wieder zu Falschzustellungen. Da

    wir die vertraglich vereinbarte Leistung nicht zu 100% erbringen können, werden wir Ihren E-POST SCAN Auftrag

    fristgerecht gemäß unseren AGB Nr. 9(3) zum 31.12.2016 kündigen.

    Wir bitten Sie um Ihr Verständnis für unsere Entscheidung, die uns nicht leichtgefallen ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Kundenservice E-POST

    Deutsche Post AG

    Kundenservice E-POST

    Postfach 10 09 51

    33509 Bielefeld

    Deutschland

    http://www.epost.de

    Deutsche Post AG; Sitz Bonn; Registergericht Bonn; HRB 6792

    Vorstand: Dr. Frank Appel, Vorsitzender; Ken Allen, Jürgen Gerdes, John Gilbert, Melanie

    Kreis

    Vorsitzender des Aufsichtsrates: Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann

    • Das sagt doch einiges aus, oder ? :)

      Ich empfehle dir Dropscan.de da schafft es die Post zwar auch nicht immer alles hinzuliefern aber dort klappt der Scanservice selber perfekt :)

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